Titelbild Osteuropa 2-3/2009

Aus Osteuropa 2-3/2009

Dynamik und Verharren
Europäische Öffentlichkeit und ihre Grenzen

Gemma Pörzgen

Abstract

Immer häufiger erklingt der Ruf nach einer europäischen Öffentlichkeit. Dabei gibt es sie längst: als vielstimmigen Chor nationaler Medien, der die bunte Vielfalt Europas widerspiegelt und sich kaum steuern lässt. Aber in der EU-Kommission ist der Wunsch groß, in dieser Sphäre an Einfluss zu gewinnen und eine EU-Öffentlichkeit zu formen. Doch die zahlreichen Medienprojekte entbehren nicht einer gewissen Künstlichkeit. Nur wenige werden den hohen Ansprüchen gerecht. Zwar bietet das Internet viele Chancen für einen grenzüberschreitenden Diskurs, aber als globalisiertes Medium lässt es sich kaum auf die EU-Grenzen einschränken. Auch fehlt es an Persönlichkeiten, die zu Identifikationsfiguren für Europa werden könnten.

(Osteuropa 2-3/2009, S. 237–250)