Titelbild Osteuropa 8-10/2008

Aus Osteuropa 8-10/2008

Kultur im Transit
Osteuropäisch-jüdische Displaced Persons

Tamar Lewinsky

Abstract

Nach dem Holocaust lebte die osteuropäisch-jüdische Kultur ausgerechnet in Deutschland bis in die 1950er Jahre weiter. Tausende Juden aus Osteuropa waren in die amerikanische Besatzungszone geflüchtet. Die sogenannten jüdischen Displaced Persons gründeten Zeitungen, schufen eine reiche Literatur, spielten jiddisches Theater, machten Musik und bauten ein zionistisch orientiertes Schulsystem auf. Sie knüpften an osteuropäisch-jüdische Traditionen an, verarbeiteten aber auch neue Themen und wandten sich neuen künstlerischen Ausdrucksformen zu.

(Osteuropa 8-10/2008, S. 265–278)