Titelbild Osteuropa 7/2008

Aus Osteuropa 7/2008

Kommunismus auf Rumänisch
Die enteignete Erinnerung und ihre Parteigänger

Richard Wagner

Abstract

Das Jahr 1968 steht in Ostmitteleuropa für die Unterdrückung der Freiheit durch den sowjetischen Einmarsch in Prag. Anders in Rumänien. Dort erreichte mit der Verurteilung der Aktion des Warschauer Pakts die Loslösung von Moskau einen Höhepunkt. Doch die Folgen der nationalkommunistischen Wende unter Ceausescu waren keineswegs besser als die der Normalisierung in der Tschechoslowakei. Die Freiheit der Nation von Moskau bedeutete noch lange nicht die Freiheit des Individuums in Rumänien. Die Folgen des manipulativen Umgangs mit der rumänischen Geschichte sind bis heute nicht bewältigt.

(Osteuropa 7/2008, S. 87–94)