Titelbild Osteuropa 6/2008

Aus Osteuropa 6/2008

Distanz, Verbitterung, Groteske
Erinnerungskulturen in der estnischen Prosa

Cornelius Hasselblatt

Abstract

Vier estnische Autoren der Nachkriegszeit haben jeweils eigene Formen gefunden, die traumatischen Jahre 1944 bis 1953/1956 literarisch zu verarbeiten. Jaan Kross nähert sich dem Erlebten aus großer Distanz und mit Humor, während die sperrigen, unzugänglichen Textkollagen von Ene Mihkelson von Verbitterung zeugen. In Viivi Luiks kindlich-naivem Bericht tritt der Terror nur indirekt zutage. Andrus Kivirähks Zugang zur Vergangenheit führt über die Satire.

(Osteuropa 6/2008, S. 417–455)