Titelbild Osteuropa 2/2008

Aus Osteuropa 2/2008

Wissenssoziologie statt Weihrauchschwenken
Selbstverschuldete Rezeptionshürden der Levada-Schule

Mischa Gabowitsch

Abstract

Die Soziologen des Moskauer Levada-Zentrums arbeiten an einer Kodifizierung des geistigen Erbes ihres verstorbenen Lehrers. Aus der Isolation kommen Levada, Gudkov & Co. auf diese Weise aber kaum heraus. Denn die „Dialogstörung“ ist nicht nur ein Problem internationaler Wissenschaftskommunikation. Sie hat auch mit der Debattierkultur in Russland zu tun. Der Totalitätsanspruch der funktionalistischen Theorie Levadas, der zweifelhafte Status zentraler Begriffe, die Beschränkung auf Russland als Gegenstand der Forschung sowie der explizit erhobene normative Anspruch schaffen zusätzliche Rezeptionshürden.

(Osteuropa 2/2008, S. 33–52)