Titelbild Osteuropa 12/2008

Aus Osteuropa 12/2008

Bärenjagd im Kreml
Finanzkrise in Russland

Joachim O. Weidemann

Abstract

Der Rohstoffreichtum und die Devisenreserven haben Russland nicht vor der internationalen Finanzkrise geschützt. Die Devisenreserven sind abgeschmolzen, an den Börsen sind hohe Wertverluste zu verzeichnen. Gleichzeitig ist der Ölpreis dramatisch gesunken. Bevor die Wirtschaft modernisiert und diversifiziert werden konnte, rufen hoch verschuldete Banken und Unternehmen nach Staatshilfen. Der Kreml hat ein Antikrisenprogramm vorgelegt, stellt Liquidität zur Verfügung, plant Investitionen in die Infrastruktur und protektionistische Maßnahmen. Doch das Programm ist ambivalent. Der Staat steht am Rande des Möglichen.

(Osteuropa 12/2008, S. 41–50)