Titelbild Osteuropa 10/2007

Aus Osteuropa 10/2007

Dialogstörung
Warum Levada, Dubin & Gudkov nicht gelesen werden

Manfred Sapper

Abstract

Der am 16. November 2006 verstorbene Jurij Levada war einer der bedeutendsten Soziologen Russlands. In Deutschland ist er weitgehend unbekannt geblieben. Derselbe Befund gilt für Lev Gudkov und Boris Dubin. Sie sind in Deutschland präsent und werden gleichzeitig ignoriert. Das liegt an spezifischen Hürden im Wissenstransfer zwischen Russland und dem Westen. Prekäre Entwicklungen im Wissenschaftsbetrieb verschärfen die Lage. Die Zerstörung der sozialwissenschaftlichen Russlandexpertise an den deutschen Hochschulen erschwert den wissenschaftlichen und kulturellen Dialog mit russischen Denkern in fundamentaler Weise.

(Osteuropa 10/2007, S. 95–102)