Titelbild Osteuropa 1/2007

Aus Osteuropa 1/2007

Belarus: Do No Harm
Forderungen an externe Demokratieförderung

Björn Kunter

Abstract

Ausländische Förderer haben in Belarus die Entstehung einer Pseudoopposition gefördert. Diese orientiert sich nicht an den Bedürfnissen der Bevölkerung, sondern an den Ideen der Geldgeber. Fehlende Wirkungsanalysen, hierarchische Entscheidungsmechanismen und die Orientierung an Pseudoerfolgen haben die Opposition der Bevölkerung entfremdet. Dies ist eine Ursache für das Scheitern des demokratischen Aufbruchs. Demokratieförderung von außen bedarf eines bescheideneren, sorgfältigen und selbstreflexiven Stils, um nachhaltige Wirkungen zu erzielen. Außerdem sollten Lehren aus der gewaltfreien Aktion stärker berücksichtigt werden.

(Osteuropa 1/2007, S. 35–48)