Titelbild Osteuropa 8/2006

Aus Osteuropa 8/2006

Lieder der Nacht, Nächte der Angst
Angst in der Musik von Dmitrij Šostakovič

Bernd Feuchtner

Abstract

In der Stalinzeit fiel der Musik das Privileg zu, Dinge zu sagen, die nicht ausgesprochen werden konnten. Dmitrij Šostakovič entwickelte geradezu ein System verborgener Bedeutungen, die in seine Musik einen doppelten Boden einzogen, den nur durchschauen konnte, wer ähnlich empfand und diese Sprache verstand. Er gab den Ängsten Ausdruck, unter denen eine ganze Epoche litt und die besonders nachts auftraten.

(Osteuropa 8/2006, S. 61–74)