Titelbild Osteuropa 5/2006

Aus Osteuropa 5/2006

Das Venushaar
Michail Šiškins „intellektualer Roman“

Karlheinz Kasper

Abstract

In den vergangenen Jahren sind einige russische Romane erschienen, die jenen Buchtyp repräsentieren, den Thomas Mann als „intellektualen Roman“ bezeichnete. Nach Vladimir Makanin (Underground oder Ein Held unserer Zeit), Oleg Jur’ev (Halbinsel Judatin) und Viktor Pelevin (Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin) hat nun Michail Šiškin mit Das Venushaar einen der künstlerisch anspruchsvollsten Versuche auf diesem Gebiet vorgelegt. Der noch unübersetzte Roman des seit 1995 in Zürich lebenden Šiškin ist in Rußland heiß umstritten und wurde doch mit einem hohen Literaturpreis gewürdigt.

(Osteuropa 5/2006, S. 123–146)