Titelbild Osteuropa 11-12/2006

Aus Osteuropa 11-12/2006

Credo, ergo sum
Religiosität und Staat in Polen

Mirosława Grabowska

Abstract

Seit den Teilungen Polens im 18. Jahrhundert verschmolzen die nationale und die religiöse Identität. Das Konstrukt „Pole = Katholik“ wurde durch den Zweiten Weltkrieg und die Repressionen im Kommunismus verstärkt. Seit der Wende hat sich die Stellung der Kirche im Staat fundamental verändert. Doch die polnische Gesellschaft bleibt eine der religiösesten Europas. Trotz Modernisierung und Globalisierung gibt es keinen Anhaltspunkt für eine rasche Laizisierung des polnischen Lebens. Die hohe Religiosität beeinflußt die individuelle Moral, soziale Werte, gesellschaftliches Engagement und unterstützt die polnische Demokratie.

(Osteuropa 11-12/2006, S. 191–204)