Titelbild Osteuropa 1-2/2006

Aus Osteuropa 1-2/2006

Transitstation Königsberg
Die Suche nach Kulturgütern in Kaliningrad

Avenir Ovsjanov

Abstract

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 begannen die Deutschen geplünderte Kunstgegenstände aus der UdSSR nach Königsberg zu bringen. Die Spuren der deutschen und sowjetischen Kulturgüter verloren sich in den Wirren des Kriegsendes. Der Verbleib zahlreicher Exponate ist bis heute ungeklärt. Forscher fanden Gemälde, Folianten, Porzellan und Ziergegenstände. Da sie sich jedoch nicht austauschten und die Suche im militärischen Sperrgebiet Kaliningrad besonders schwierig war, liegen keine systematischen Bestandslisten vor. Seit 1991 verzeichnet eine neue Forschungsstelle Erfolge. Sie entdeckte Teile des Königsberger Archivs und Exponate des Prussia-Museums.

(Osteuropa 1-2/2006, S. 315–322)