Titelbild Osteuropa 1-2/2006

Aus Osteuropa 1-2/2006

Die Zerstörung einer Kultur
Von Sammlern, Mäzenen und Räuber

Isabel von Klitzing, Lucian J. Simmons

Abstract

Kriege und gewaltsame Regimewechsel sind oft mit der Umverteilung von Kulturgütern und Kunstwerken verbunden. Seit der Antike werden in Kriegszeiten öffentliche und private Kunstschätze entwendet. Ein Umstand allerdings zeichnet die Zeit zwischen 1933 bis 1948 besonders aus: die Gründlichkeit, mit der Angriffe auf private Kunstsammlungen erfolgten und die zielgerichtete Zerstörung der Kultur des Mäzenatentums und der Expertise, die zwischen 1890 und 1930 aufgeblüht waren. Die Wertschätzung des Sammelns in den 50 Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg bot die Grundlage für die nachfolgenden Plünderungen und bietet viele Hinweise, die eine Rekonstruktion der verschiedenen Eigentümer eines Kunstwerkes ermöglichen.

(Osteuropa 1-2/2006, S. 43–54)