Titelbild Osteuropa 1-2/2006

Aus Osteuropa 1-2/2006

Angriff auf Athene
NS-Kulturraub im Zweiten Weltkrieg

Gabriele Freitag

Abstract

Bei dem nationalsozialistischen Kulturraub in den von Wehrmacht und deutscher Zivilverwaltung besetzten Gebieten handelte es sich um einen umfassenden Zugriff militärischer und ziviler Dienststellen auf das eroberte Kulturgut. Die NS-Besatzungspolitik unterschied sich in West- und Osteuropa erheblich. Frankreich, Belgien und die Niederlande verzeichneten nach ihrer Befreiung vornehmlich den Verlust privater Kunstsammlungen, häufig aus jüdischem Besitz. In Osteuropa plünderten die unterschiedlichen deutschen Dienststellen wie das Sonderkommando Linz, der Kunstschutz, das Sonderkommando Künsberg, der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg und das Ahnenerbe auch Kirchen, Museen, Kunstgalerien und Bibliotheken und schafften das Raubgut zum Teil nach Deutschland.

(Osteuropa 1-2/2006, S. 23–42)