Titelbild Osteuropa 11/2005

Aus Osteuropa 11/2005

Vor einer Eiszeit?
Polen, Rußland und der Sieg der PiS

Sabina Wölkner

Abstract

Aus historischen Gründen sind die Beziehungen zwischen Rußland und Polen belastet. Insofern wurde die Sorge laut, der doppelte Sieg der rußlandkritischen, nationalkonservativen Kräfte bei den Wahlen zum Sejm und um die Präsidentschaft könnte zu wachsenden Spannungen zwischen Warschau und Moskau führen. Dafür gibt es wenig Anhaltspunkte. Wachsender Handel zwischen den beiden Staaten, Polens Einbindung in die EU und außenpolitischer Pragmatismus sind realpolitische Interessen, die auch das Kaczyński-Lager teilt. Allerdings bieten ungelöste historische Fragen wie das Verbrechen von Katyń sowie Moskaus unklare Haltung zur Diktatur in Belarus Konfliktpotential.

(Osteuropa 11/2005, S. 31–42)