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Moskau – das Dritte Rom?

„Bereit für die Endzeit“
Neobyzantismus im postsowjetischen Russland

Eine Analyse von Michael Hagemeister

„Historiosophie“ hat in Russland periodisch Konjunktur. Der Versuch, Ziel und Sinn der Geschichte zu bestimmen, mündet meist in manichäische Deutungsmuster. Das Weltgeschehen wird als Kampf zwischen Gut und Böse interpretiert, Russland und die Orthodoxie als Heilsbringer. In jüngster Zeit arbeiten regierungsnahe politische Kreise und hochrangige Geistliche gemeinsam an der forcierten Aktualisierung eines mythischen „Byzanz“, das als Bollwerk gegen den säkularen Westen wirken soll. Historische Quellen und Sachverhalte werden verfälscht und verzerrt. Sogar die sowjetische Periode wird zur „mystischen Rückkehr zum Byzantismus“ erklärt, Drittes Rom und Dritte Internationale verschmelzen. Die Gesellschaft soll mobilisiert werden für einen angeblich bevorstehenden „Endkampf“ der Zivilisationen.


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Stalin – gottgesandter Führer des Sowjetvolks.
Ikone "Gottesmutter des Imperiums"